BPM-Club Expertendialog | Integrierte Managementsysteme

Am 17.10.2019 trifft sich die Prozessmanagement-Community BPM Club ab 18:00 Uhr in Frankfurt. Erfahren Sie mehr über „Integrierte Managementsysteme“.

Die Teilnahme ist beitragsfrei. Die Räumlichkeit und das Catering werden durch unseren Gastgeber iGrafx GmbH bereitgestellt.
 
Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten des Roomers Hotel Frankfurt (im 6. Obergeschoss) statt. Google Maps Standort

 

Agenda

18:00  Get together mit einem kleinen Snack
19:00  Begrüßung und Vorstellung der Gastgeber und des BPM-Club
19:30  Vortrag „Das Lean-Management ist tot, es lebe das Prozess-Management“ mit anschließender Diskussion
20:30 Networking

 

Über den Vortrag

Referent: Harald Zimmermann, Professor am Technologie Anwender-Zentrum Spiegelau

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum es Firmen gelingt oder eben misslingt, ein Produktionssystem nachhaltig erfolgreich einzuführen. Nur wenige davon haben systematische Ursachen, und genau an dieser Stelle lohnt sich eine genauere Analyse. So kann man feststellen, dass die meisten Lean-Ansätze und Werkzeuge innerhalb der Fertigungs-Industrie beliebig übertragbar sind, sofern das Gesamtmodell an die Unternehmenskultur hinreichend angepasst wurde.

Auffallend häufig jedoch scheitert die Prozessindustrie eben an dieser Übertragung, weil sich die Voraussetzungen grundlegend von der Fertigungs-Industrie unterscheiden. Ein Blick auf die Wertschöpfungsketten zeigt einen klaren Unterschied auf: Bei der Fertigung wie auch im Dienstleistungsgewerbe entsteht ein erheblicher Teil der Wertschöpfung durch die Tätigkeiten, die verrichtet werden. In der Prozessindustrie ist es die gesamte Prozesskette, welche zur Wertschöpfung führt. Alle Tätigkeiten dienen nur dazu, den Prozess möglichst verlustarm am Laufen zu halten. Es ist daher unerlässlich, eben diese Prozessketten genau zu beschreiben, um sie im gruppendynamischen Sinn wirklich verstehen und beherrschen zu können. Eben dabei unterstützen wir am Technologie-Anwender-Zentrum in Spiegelau, kurz TAZ, um Optimierungspotenziale rasch aufdecken zu können, indem wir die Prozesse vor Ort analysieren und mittels iGrafx visualisieren.

Eine weitere systematische Ursache für das mögliche Scheitern von Lean-Ansätzen liegt in der mangelnden Integration. Häufig wird zwar Top-Down entschieden, aber das Management selbst und die gesamte Verwaltung bleibt vom PRODUKTIONSsystem unberührt. Folglich arbeiten die Abteilungen Qualität, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Energiemanagement und weitere an völlig eigenständigen Lösungen, während das Lean-Management einen ganz eigenen Verwaltungsapparat aufbaut, der am Ende das Gegenteil von Lean ist. Auch hier liegt die Lösung in einer durchgehenden Prozessbeschreibung, und zwar völlig unabhängig von den Inhalten der Unternehmen, sei es Fertigung, Prozess oder Dienstleistung.

iGrafx bietet eben diese Möglichkeiten, mit verschiedenen Interessengruppen und unterschiedlichen Ansätzen auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Wir sollten in Zukunft lieber von Prozess-(management-)System sprechen, und wir haben dabei ganz nebenbei das einzig wahre IMS erschaffen: Das integrierte Managementsystem.

 

Über das Technologie-Anwenderzentrum Spiegelau

Das Technologie-Anwenderzentrum Spiegelau wurde im März 2012 offiziell eröffnet. In Kooperation mit der Universität Bayreuth und der Firma Füller Glastechnologie Vertriebs GmbH wurde das Thema „Glas“ aus einer Geländefläche von 40.000 m² aufgegriffen.

Was schon eine jahrzehntelange Tradition in der Region hat, bekam durch anwendungsorientierte Forschung eine neue innovative Richtung. Am TAZ Spiegelau wird in den Bereichen Schmelztechnologie, Heißformgebung und Präzisionsblankpressen geforscht und entwickelt. Von der Schmelze bis hin zur Formgebung und Oberflächenanalyse können die einzelnen Schritte durch die hochtechnische Ausstattung und die engen Kooperationen bis zur Prozessfähigkeit begleitet und individuell angepasst werden.

 

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